Sieben Gründe, um frei und selbstbestimmt zu lernen

Dieser Artikel passt nicht ganz zum Thema Kinderwunsch, dennoch finde ich es wichtig, sich auch Gedanken über die Zukunft seiner Kinder zu machen. Was steht meinen Kindern in Deutschland bevor. Wie werden sie aufgehoben sein bei Vater Staat. Denn Vater Staat hat einiges mitzubestimmen. Vorneweg die Schulpflicht. Wie sieht es aus in deutschen Schulen, will ich mein Kind weggeben von klein auf an. Was möchte ich für mein Kind. Viele Fragen kommen erst mit der Zeit. Fang aber jetzt schon mal an, darüber wenigstens nachzudenken.

Vorab möchte ich gleich mal erklären, dass ich keine Schulgegnerin per se bin, sondern vorrangig Mutter, die versucht ihren Kindern ein unbeschwertes Leben mit innerem Wachsen zu ermöglichen.

Mein Leitbild ist, wie in vielen anderen Dingen der Ayurveda. Besonders die Ernährung spielt dabei eine sehr große Rolle. Im Ayurveda geht es nie nur um körperliche Ernährung, sondern um eine Einheit zwischen Körper, Seele und Geist. 

Schule heute

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Positives Verhalten unter Kindern ist in Schulen schwer umsetzbar, gilt es doch die bessere Leistung zu erbringen und als Schüler oder Kind zu glänzen und sich hervorzutun aus der breiten Masse. 

Durch die Erfahrung unserer eigenen Schullaufbahn habe ich gemerkt, dass sich Kinder eher gegeneinander zusammen tun, als zusammen. In Grüppchen, aber nie als Einheit. Dabei ist es für jedes Kind so essentiell, sich positiv mit anderen und mit sich selbst auseinanderzusetzen. Denn positives Verhalten werden im Ayurveda als Rasayanas angesehen und somit als Verjüngung, für eine gute Gesundheit und eine wunderbare Ausstrahlung. 

Die Curriculum der Schulen beinhaltet jedoch keine Fächer, die den zwischenmenschlichen Bereich fördern. Das findet eher auf dem Pausenhof statt, wenn sich Kinder schubsen, streiten usw. dann heißt es nur geschubst und gestritten wird nicht. Eventuell wird noch eine Strafarbeit aufgegeben, auf jeden Fall dann, wenn die Kinder den reibungslosen Ablauf der Stoffvermittlung stören. Denn das sind Schulen: Institutionen, die veralteteten Stoff vermitteln und zwischenmenschliche Werte außen vor lassen.

Wenn du dich dann erstmal als Mutter gegen die Schule entscheidest, dann weißt du noch lange nicht wofür, denn es gibt in Deutschland keine Alternativen und selbst in Ländern, in denen Homeschooling erlaubt ist, frei lernen nicht, geht es nur um Wissensvermittlung. Natürlich gibt es tolle Aufführungen von den Kindern, Klassenfahrten und andere tolle Exkursionen. Doch leider wird der Stress, der vor solchen Aufführungen usw. statt findet kaum Beachtung geschenkt. Es gilt wieder nur zu glänzen und zu leuchten, damit man als Stern im Kapitalismus und der “freien Marktwirtschaft” nicht übersehen wird.

Frei nach dem Motto: Mein Haus, mein Boot, mein naja usw. 

Und so ist es kein Wunder, das Kinder über Kopfschmerzen oder Bauchweh klagen. Das sind noch die kleinsten Probleme. Schlimmer wird es, wenn Kinder anfangen Drogen zu nehmen, gewaltätig, magersüchtig oder bulemisch werden. 

Bei all diesen Problemen ist die Körper, Seele, Geist Einheit aus dem Gleichgewicht geraten. Eine mehr oder weniger ausgeprägte Vatastörung liegt vor, meist zusätzlich zu einer geistigen Störung. 

Schule mit ayurvedischen Werten

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Dennoch will ich nicht alles schwarz malen, denn durch meine Erfahrungen mit meinen Kinder, die ich vor knapp zwei Jahren aus der Schule genommen habe, habe ich mir ein paar Werte, inspiriert durch den Ayurveda herausgefiltert.

  • Eine gesunde, vollwertige Ernährung, die hauptsächlich aus frischen und saisonalen Sachen besteht. Natürlich bio, versteht sich.
  • Wir bleiben bei der Wahrheit, denn wie die Lügendetektoren, die in den USA angewandt werden zeigen, werden beim Lügen Spannungen im Körper erzeugt, die Stress erzeugen und irgendwann zu Erkrankungen führen. 
  • Positive Erlebnisse fördern und täglich besprechen: Wir liegen abends im Bett und lassen den Tag Revue passieren: Was gab es Schönes, was hat mir gefallen usw. Die hübsche Blume, die Eidechse, die sie sahen, die Aufgabe, die sie schafften, ein Lächeln einer alten Dame. Es gibt so viel Positives in unserem Alltag
  • Die Sache mit der Wut. Ärger muss Luft gemacht werden und man sollte auch über den Ärger sprechen. Bei uns geht das immer sehr hochexplosiv zu, denn wenn wir uns ärgern, dann richtig. Nachdem wir uns Luft gemacht haben, dann können wir uns zusammen kuscheln und darüber reden. Es ist wichtig Gefühle zu zu lassen. Traurig, wütend oder einfach nur glücklich. 
  • Höflichkeit, Hilfsbereitschaft und das freundliche Wort – Ich tue sehr viel für meine Kinder und oftmals, ganz versteckt und im Geheimen kommt dann eine tolle Überraschung zurück. Sie bereiten mir ein Frühstück oder was auch immer. Bei uns in der Familie ist der Ton eher etwas rauer, besondern dann, wenn ich mit drei Kinder einfach völlig erschöpft und müde bin. Man muss auch nicht von jetzt auf gleich zum Engel werden, aber der regelmässige Versuch wird irgendwann Früchte tragen und dein gutes Vorbild wird sich in deinen Kindern widerspiegeln. 
  • Geben ist seliger denn nehmen: wohltätig sein, anderen etwas abgeben. Ich finde es großartig, wenn meine Kinder ihre Sachen teilen. Wobei sie nicht alles teilen müssen und ich sie dazu auch nicht zwinge, denn nur vom Herzen Geteiltes tut gut, alles andere dient nur dem Ego. Wir leben sehr minimalistisch und oft wird etwas aussortiert. Das wird dann gespendet oder anderweitig verschenkt. Vor ein paar Tagen saßen wir in einem Cafe und bekamen mit, wie ein ältere Herr seine Einkäufe nicht komplett bezahlen konnte. Obwohl wir selbst kaum etwas haben, habe ich die Rechnung für eine Packung Kekse beglichen. Der Mann bedankte sich und ging seines Weges. Die gerührten Gesichter meiner Mädchen waren Gold wert.
  • Aufräumen ist ein Thema, mit dem ich selbst noch Schwierigkeiten habe, aber ich werde besser, nicht weil ich weniger habe, sondern weil ich aufgeräumter bin, im Inneren. Dennoch funktioniert es auch umgekehrt, denn Unordnung oder die Vernachlässigung der Körperhygiene fördert Vata. Ordnung hingegen fördert Kapha. Geht ein Kind z.B. in einem völlig chaotische, Zimmer schlafen, dann schläft es unruhig. Ist das Zimmer hingegen aufgeräumt, mit schönen klaren Formen, dann schläft es viel besser. Kleinere Kinder brauchen hier natürlich noch eine ganz andere Unterstützung als große. Macht ein Spiel draus, indem ihr Euch auch um die Puppen und Kuscheltiere kümmert. 

Als letzten Punkt möchte ich noch die Meditation erwähnen, die wir bei uns leider noch nicht in den Alltag integriert haben. 

Wenn dein Kind in die Schule geht, dann bewältigt es den Schulalltag einfacher, wenn es meditiert. 

Es gibt viele Formen der Meditation, z.B. das Atmen beobachten oder die Schritte beim Waldspaziegang beobachten, kann ein toller Anfang sein. 

Ich wünsche mir solche Fächer in der Schule und auch noch viel mehr in unserer Gesellschaft. Denn egal, ob wir unsere Kinder frei lernen lassen, zu Hause unterrichten oder in die Schule schicken. Wir alle wollen ein friedliches Miteinander auf einem reinen und gesunden Planeten.

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