Granatapfel – Lieblingsbaum der „Aphrodite“ – Göttin der Fruchtbarkeit und Liebe

Der Granatapfel ist eine uralte Kulturpflanze und gilt in vielen Ländern als heilig. Mit seinen zahlreichen Kernen und der glühend roten Farbe gilt er als Sinnbild der Liebe und ist Ausdruck vollendeter Weiblichkeit. Er dient als Symbol von Fruchtbarkeit, Fülle und ewigen Lebens. 

Schon das Lied des Salomos beschreibt den Granatapfel als Frucht der Liebe und Sinnlichkeit “…in Lustgarten sproßt aus dir, Granatbäume mit köstlichen Früchten…“.

Der Granatapfel wird auch Paradiesapfel genannt, weil Eva mit dieser köstlichen Frucht angeblich ihren Adam verführte.  

Es finden sich immer wieder Zusammenhänge mit dem weiblichen Geschlecht. Sei es durch die verschiedenen Darstellungen von Göttinen mit dem Granatapfel (z. B. die griechische Göttin Aphrodite oder auch Demeter) oder die Ähnlichkeit der prallen Früchte mit einer gut durchbluteten Vaginalschleimhaut.

 

Granatapfel

Punica granatum L. – Familie der Granatapfelgewächse

Granatäpfel sind Früchte eines dornigen Strauches oder kleinen Baumes (Punica granatum). Ehemals aus Westasien stammend ist der Granatapfel heute sehr beliebt und ist verbreitet von Indien, über den heutigen Iran bis zum Mittelmeer. Überall, im Nahen und Mittleren Osten, China oder Australien findet der Granatapfel sein zu Hause, nicht nur wegen seiner köstliches Frucht, sondern auch als Ziergehölz in Parks und Gärten aufgrund seiner leuchtend roten Früchten und den korallenroten Blüten.
Der dürreresistente Granatapfelbaum hat immergrüne, ledrige Blätter und kann über 100 Jahre alt werden.

Verwendung:

Von den Granatäpfeln verwendet man die saftigen süß-säuerlichen, rötlich-weißen Samenhüllen im Inneren des Granatapfels und zwar als Frischobst, für Saft und den Sirup Grenadine, als Salatdressing und zur Garnierung. Daneben ist der Granatapfel auch ein altes Heilmittel der Volksmedizin. Er fördert die Fruchtbarkeit und gilt als Aphrodisiaka.

 

Heilwirkung des Granatapfels 

Durch die vielfältige Zusammensetzung der Inhaltsstoffe leiten sich wichtige Heilwirkungen ab:

  • aphrodisisch                                         
  • hormonaktiv
  • kräftigend
  • immunstärkend
  • krebswidrig
  • keimhemmend
  • entzündungshemmend     
  • hirntonisch
  • kardiotonisch
  • blutbildend
  • schleimbildend
  • appetitanregend

Ayurvedische Heilwirkung:

  • Rasa: süß, sauer, astringent
  • Virya: kühlend
  • Doshas: leicht Vata erhöhend, Pitta und Kapha reduzierend

In Indien weiß man schon längst um die Heilkraft des Granatapfels. In der ayurvedischen Literatur wird dem Granatapfel die  Heilkraft einer ganzen Apotheke zugeschrieben.

Die Samen werden getrocknet und zu einem Pulver verarbeitet. Das süß-säuerliche Aroma des Granatapfelpulvers erfreut sich in Indien großer Beliebtheit. Das Gewürz nennt sich Anardana und wird wie andere Gewürze in der Küche für Chutneys, Currys oder auch für diverse Füllungen eingesetzt.

 

 

Pflanzenwirkstoffe des Granatapfels

Alle Pflanzenteile des Granatapfels enthalten Substanzen, die intensiv hinsichtlich ihrer medizinischen Wirkungen untersucht werden.

Er enthält verschiedene Fruchtsäuren, einige Vitamine, bes. viel Vitamin C, verschiedenen Minerale wie Eisen, Kalium, Calcium oder Magnesium. Des Weiteren Zucker, B-Vitamine und bioaktive Substanzen, insbesondere Polyphenole, Flavonoide, Anthocyane und Gallotannine.

 

Nährwerttabelle: Granatapfel
(pro 100 Gramm)

Energie

kcal
78

Fett

gesamt (g)
1

Kohlenhydrate

gesamt (g)
16

Mineralstoffe (mg)

Kalium (K)
220
Calcium (Ca)
8
Magnesium (Mg)
3
Phosphat (P)
15
Eisen (Fe)
0,5
Zink (Zn)
0,3

Vitamine

Beta-Carotin (µg)
40
Vitamin E (mg)
0,2
Vitamin B1 (mg)
0,05
Vitamin B2 (mg)
0,02
Vitamin B6 (mg)
0,10
Folsäure (µg)
7
Vitamin C (mg)
7

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle

 

Anwendung
  • In den Wechseljahre bei Hitzewallungen, sexueller Unlust, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen.
  • Herz-Kreislauf Erkrankungen (Bluthochdruck, Angina Pectoris) 
  • chronischen Entzündungsprozessen
  • Prostatakrebs
  • Scheidentrockenheit
  • Juckreiz
  • Wundheit
  • wiederkehrende Infektionen
  • Anämie
  • Fieber
  • Infertilität bei Männern und Erektionsstörungen
  • Zahn- und Zahnfleischerkrankungen
  • Diabetes 2
  • Übergewicht

 

Granatapfel als Aphrodisiaka

Wenn du täglich frische Früchte mit Kernen isst, kann das Phytoöstrogen hormonell ausgleichend wirken.

In der Apotheke gibt es einige Rezepturen, spagyrische Essenz (Punica granatum), Granatapfel Kernöl oder Vaginalzäpfchen, mit denen hormonelle Schwankungen ausgeglichen werden können. 

 

Rezepte für die Fruchtbarkeit

Rote-Bete-Carpaccio

Passt hervorragend zu Linsen Dal. Das Highlight, wenn du deinen Liebsten mit einem Verführungsmahl überraschen möchtest.

Zutaten:

2 Rote Bete

1 Granatapfel

1 große rote Zwiebel

1 TL Ghee

2 Nelken

1 Sternanis

3 El Zitronensaft

2 EL Weinbeeren

¼ TL frischer Ingwer

2 EL Kokosblütenzucker

1 EL Olivenöl

Rote Bete Blätter

Salz

¼ TL Pippali Pfeffer

  • Rote Bete waschen und ca. 20 Minuten ganz kochen. Danach herausnehmen und abkühlen lassen.
  • Granatapfel halbieren. Ein Hälfte mit Hilfe eines Entsafters zu Saft verarbeiten, aus der anderen Hälfte die Kerne lösen und zur Seite stellen.
  • Zwiebel in Ringe schneiden
  • Ghee in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin anschwitzen.
  • Kopf der Nelken pulverisieren und inklusive Sternanis zum Ghee hinzugeben.
  • Mit Zitronensaft ablöschen und Rosinen, Granatapfel Saft, Ingwer und Kokosblütenzucker hinzugeben und umrühren. Die Zutaten etwas einköcheln lassen.
  • Das Zwiebelsud von der Kochstelle nehmen. Mit Olivenöl vermengen und mit Salz und Pippali abschmecken.
  • Die erkaltete Rote Bete schälen, in dünne Scheiben schneiden und hübsch anrichten.
  • Den Gewürzsud über die Rote Bete geben und 30 min. ziehen lassen.
  • Mit Granatapfelkernen und Rote Bete Blättern dekorieren. Granatapfel gehört zu den Rasayanas. Vorsichtig bei sauren Früchten, da diese das Pitta Dosha erhöhen. Granatäpfel sind sehr gut für die Verdauung, da sie Stuhl bindend wirken.

Granatäpfel bitte nicht zusammen mit Fleisch, Milch oder Joghurt essen.

 

Granatapfelsaft bei Übelkeit & Erbrechen

Bei Morgenübelkeit nimm einen TL Honig, Vollrohrzucker oder Birkenzucker und vermische ihn mit ca. 50 ml Granatapfelsaft und langsam trinken.

Bei Übelkeit und Erbrechen fügst du dem Gemisch aus Zucker und Saft noch ein wenig geriebenen Ingwer hinzu.

 

Feigen mit Granatapfel und Kheer

Zutaten:

1 Granatapfel

1 El Zitronensaft

2 El Honig

4 reife Feigen, à 80 g

100 g Pistazien, geröstet

Granatapfel halbieren. Aus der einen Hälfte den Saft pressen und aus anderen Hälfte die Kerne lösen. Den Granatapfelsaft mit Zitronensaft und Honig vermischen.

Die Feigen putzen und in Scheiben schneiden. Mit der Granatapfel-Vinaigrette und den Granatapfelkernen mischen. Pistazien aus den Schalen lösen, in einer trockene Pfanne anrösten. Kerne grob hacken und über die Feigen streuen.

Zum Reispudding servieren.

Zutaten:

1 Tasse Wasser
½ Tasse Basmati Reis
4 Tassen ganze Pflanzen-Milch
1 Teelöffel gehackte Datteln
2 Teelöffel Pistazien (ungeschält)
3 kleine Stücke grünen Kardamom, zerkleinert
1 Teelöffel Birkenzucker oder Vollrohrzucker

Den Reis waschen und 2 Stunden in Wasser einweichen. Milch aufkochen. Den Reis abgießen und mit allen anderen Zutaten in die Milch geben.
Alles zusammen auf kleiner Flamme für ca. 30 Minuten köcheln lassen bis die Mischung eine etwas dicke Konsistenz erreicht, du aber noch leicht umrühren kannst.
Es wird etwas mehr verdicken, wenn du den Pudding abkühlen lässt.

 

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